Transparente Vergütung: arbeitsrechtliches Thema des Jahres 2026

Die transparente Vergütung ist eines der wichtigsten arbeitsrechtlichen Themen des Jahres 2026. Hierbei handelt es sich nicht nur darum, ob die Arbeitgeber in Anzeigen die Höhe bzw. die Spannweite der Vergütung anführen müssen. Die neuen Regelungen betreffen das gesamte Vergütungssystem – wie die Vergütungen geregelt werden, nach welchen Kriterien sie festgesetzt werden, wie etwaige Unterschiede erfasst werden und ob der Arbeitgeber imstande ist, diese durch objektive Umstände zu begründen.

Anfang Juni trug unsere Rechtsanwältin Markéta Tkadlecová zu diesem Thema für Videolektor vor. Neben der EU-Richtlinie und ihrer vorgeschlagenen tschechischen Umsetzung fokussierte sie sich vor allem auf praktische Konsequenzen für die Arbeitgeber. 

Was lohnt sich, nach ihrer Auffassung, jetzt schon zu klären? Es gilt das bestehende Vergütungssystem zu analysieren, die objektiven und genderneutralen Kriterien zu beschreiben, sich auf die Informationspflicht gegenüber den Arbeitnehmern und Bewerbern vorzubereiten und die internen Prozesse so einzurichten, dass sie bei einer eventuellen Prüfung bzw. einem Streit standhalten können.

Die Transparenz in der Vergütung ist nicht nur eine verwaltungstechnische Pflicht. Wenn hiermit das Unternehmen richtig arbeitet, kann sie ihm helfen, seine eigenen Regeln besser zu benennen, Risiken zu mindern und das Vertrauen innerhalb des Teams zu stärken.